Chronik

 

                                                                                         50 Jahre ASV"Ruhr"

 

Der ASV "Ruhr" Bochum - Linden - Dahlhausen wurde am
9.5.1948 gegründet. Zuvor sollen die Worte unseres damaligen
Vorsitzenden Wilhelm Hensel vorangesetzt werden:"Möge er

unter diesem Namen in unserem Sinne nur Ehre
einlegen. Aus diesem Grunde schlossen wir uns zusammen und
verpflichten uns gegenseitig zu sportlichem und kameradschaft -
lichem Verhalten."

( Auszug aus dem Gründungsprotokoll vom 10.5.1948 über die
beschlossene Vereinsgründung am 9.5.1948 )16 Sportfreunde

setzten sich damals unter der Leitung von Wilhelm
Hensel zusammen und gründeten die Basis unseres heutigen
Vereins. Die ersten Wochen und Monate nach der Gründung

waren ausgefüllt mit einem immensen Einsatz und mühevoller
Kleinarbeit. Die Hauptaufgabe bestand natürlich darin, Angelmög-
lichkeiten für die Mitglieder an der Ruhr zu sichern. Nach intensi-
ven Verhandlungen konnte am 7.8.1948 ein Pachtvertrag mit der
Erbengemeinschaft Vogelsang abgeschlossen werden. Die Gültig-
keit dieses Vertrages wurde bis auf das Jahr 1960 festgelegt. Am
9.8.1948 folgte ein Vertrag mit Frau Elisabeth Eggemann, die dem
Verein die Ruhrstrecke km 51,3 bis km 52,6 verpachtete. Kurze
Zeit später wurde ein Vertrag für die Strecke km 52,6 bis km 53,9
mit Frau Vossnacke in Dumberg unterzeichnet. Mit dem Abschluß
dieser Verträge standen dem Verein nun folgende Strecken zur
Verfügung: km 48,85 bis km 52,34.Der 15. Oktober 1949 war

ebenfalls ein wichtiger Tag in der
Geschichte des Vereins: Der noch bis zu diesem Tag fungierende
2. lokale Sportfischerverein Bochum - Dahlhausen schloß sich
zum Zwecke der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung der Ruhr mit
dem Angelsportverein Linden - Dahlhausen zusammen. Fortan
nannte man sich ASV "Ruhr" Bochum - Linden - Dahlhausen.

1. Vorsitzender wurde Wilhelm Hensel, Vereinslokal die Gaststätte
Eggemann. /'Im Laufe der folgenden Jahre entwickelte sich der ASV

schon fastzu einer Institution. Er war es, der für Besatzmaßnahmen sorgte,
ein wachsames Auge auf Umweltsünder hatte und sich mit Behör-
den über die Sauberkeit der Ruhr anlegte. So mancher Streit wurde
gewonnen. Dies alles war Wilhelm Hensel und seinen Mitstreitern
zu verdanken.Im Jahre 1957 legte Wilhelm Hensel den Vorsitz nieder. Karl
Hoberg wurde sein Nachfolger. Auch in der" Hoberg - Ära" wurde
der Kampf um die Wasserverschmutzung und die damit verbun-
denen Fischsterben weitergeführt. Durch die unermüdliche Arbeit
des gesamten Vereines konnten große Erfolge verbucht werden,
so daß allen weiterhin ein gutes Angelrevier erhalten blieb.

Im Jahre 1967 konnte Karl Hoberg feststellen, daß das Gewässer
des Vereines unzweifelhaft sauber geworden war. Eindeutig ein Er-
gebnis der Zusammenarbeit der einzelnen Ruhrverbände.

Die Jahreshauptversammmlung am 12.1.1969 beendete einen 2.
Abschnitt des Vereines, der sich in würdiger Weise an die erste
Ära unter Wilhelm Hensel anschloß. Karl Hoberg legte das Amt
des 1. Vorsitzenden nieder.Dr. Klaus Kötter trat an seine Stelle.

Nach kurzer Amtsperiode
übergab Dr. Klaus Kötter 1971 den Vorsitz an den Sportfreund
Günther Philipp. In dieser Zeit erweiterte sich der Mitgliederbe-
stand des ASV "Ruhr" rapide. Aus diesem Grund wurde es
notwendig, sich Gedanken um ein eigenes Vereinsheim zu ma-
chen. Im Jahre 1976 waren bereits Pläne für den Ausbau der
Scheune Eggemann zum Vereinslokal aufgestellt. Interne Mei-
nungsverschiedenheiten ließen sie jedoch scheitern. Günther
Philipp trat zurück. Sportfreund Manfred Laser übernahm den
Vorsitz.Auch unter seiner Führung wurden die Pläne eines Vereinsheimes
weiterhin verfolgt. Ein ebenfalls schon fast ausgereifter Plan, das
Vereinslokal Eggemann als Klublokal zu erweitern, scheiterte.
Weitere Versuche, Lokalitäten im Raum Linden - Dahlhausen zu
erwerben, blieben erfolglos. Manfred Laser legte 1979 sein Amt
nieder. Günther Philipp wurde erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt.

In dieser Zeit gelang es dem Vorstand, weitere Angelmöglichkeiten
für die Mitglieder zu schaffen. Die Angelgenehmigung für die Be-
cken der ehemaligen Wassergewinnungsanlage Winz wurde durch
die Gelsenwasser - AG dem ASV "Ruhr" erteilt. Wenige Monate
später konnten die Porck'schen Teiche vom Staatl. Amt für
Wasser- und Abfallwirtschaft angepachtet werden. Ein Erfolg, dem
viele hartnäckige Verhandlungen vorhergingen.Aber ein Problem

war noch nicht gelöst: Das Vereinslokal
Eggemann war für den Angelverein zu klein. Da aufgrund eiserner
Sparpolitik aller Vorsitzenden und Kassierer ein Grundstock für den
Erwerb eines eigenen Vereinsheimes geschaffen wurde, erteilte
die Jahreshauptversammlung 1986 den Auftrag zum Erwerb ge-
eigneter Lokalitäten.Am 16.2.1987 war es endlich soweit: Der ASV "Ruhr"

kaufte von der Familie Buschmann das Haus "Zur Ruhrmühle" in Dahlhausen
an der ehemaligen Badeanstalt. Ein langjähriger Wunsch ging in
Erfüllung. Der Angelverein wurde endlich Besitzer eines eigenen
Heimes.Das erworbene Haus war vom Vorbesitzer so konzipiert worden,
daß es bislang als Bootshaus diente.

Nun mußte umgebaut werden. Unter der Koordination von

Karl - Heinz Pauly wurden alle Ideen und Vorschläge gesammelt.
Dann stand der Plan fest.Aus dem Gefühl heraus,

etwas für "Uns" zu schaffen, entwickelten
viele Mitglieder und Freunde des Vereines eine unglaubliche Ener-
gie, die die Umbauten stets vorantrieb.Tag für Tag entstanden

so aus dem alten Bootshaus immer neue
Teilabschnitte. Im Sommer 1987 ließen die bereits fertigen Bauab-
schnitte schon die Grundaufteilung unseres Vereinsheimes erken-
nen. Gaststätte, Jugendraum, Geschäftsstelle und Sanitärräume
waren errichtet. Die räumliche Ausgestaltung wie Wandverklei-
dung, Bodenbelag und Einrichtung war im Herbst abgeschlossen.
Das Vereinsheim war nun fertig und zur Nutzung übergeben worden.

Viele tausend Arbeitsstunden waren nötig!

Grundvoraussetzung für die Realisierung des Projekts war sicher-
lich das enorme Wir - Gefühl, welches alle Beteiligten selbstlos
und uneigennützig vorantrieb.

Verwaltet wurde die Liegenschaft von Karl - Heinz Pauly.

Ihmfolgten Ottmar Raad, Uwe Bielas und Alfred Haarmann.1988 feierte

der Verein das 40 - jährige Jubiläum in den eigenen
Räumen unter dem Vorsitz von Günther Philipp.

1989 legte er sein Amt nieder. An seine Stelle trat Wolfgang
Donczyk. Innerhalb seiner Amtsausübung begann 1991 der 2.
große Bauabschnitt in der verpachteten Gaststätte unterhalb des
Vereinsheimes. Unter der Leitung von Alfred Haarmann in Verbin-
dung mit der Getränkefirma Hartmann wuchs aus der ehema-

ligen Pizzeria ein modernes Speiserestaurant. Im Zuge der Umbau-
arbeiten wurde gleichzeitig der Vorhof zu einem Biergarten umge-
staltet.

So entstand aus dem ehemaligen Bootshaus an der Badeanstalt
das Vereinsheim "ASV - Ruhrmühle", welches sich zu einem lokalen

Treffpunkt im Süden Bochums etablieren konnte.

1998 feiern wir den 50 - jährigen Geburtstag. Rückblickend auf die
vergangenen Jahrzehnte, in denen sich der ASV "Ruhr" zu einer
Institution entwickelt hat, sei zum Abschluß unser ehemaliger Vor-
sitzender Karl Hoberg zitiert:" Wir waren damals noch ein armer

Verein, und die erste Pachtsumme mußte durch Anleihen erbracht werden.

Von damals bisheute war ein langer Weg, aber erfolgreich. Erfolgreich, weil der
Vorstand mit Hilfe engagierter Mitglieder Richtungen und Ziele auf
lange Sicht planen und dann das Richtige verantwortungsvoll
durchführen konnte. So haben wir uns zusammen gerauft und sind,
so glaube ich, ein netter Haufen aus sportlicher und kamerad-
schaftlicher Sicht geworden."

 

 

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